Mai 1970

Vermisstensuche an der Mangfall. Von 14:00 - 19:30Uhr waren drei Männer der Wasserwacht und fünf Helfer vom THW an der Mangfall ab der Papierfabrik „Müller am Baum“ im Einsatz, bis sie den Vermissten gefunden hatten. Tragische Gewissheit war, dass er selbst den Freitod mit einem Schlagaderschnitt und den Gang ins Wasser wählte.

Dezember 1970

Für seine Verdienste um das THW Miesbach erhält der Verwaltungshelfer Herr Philipp Zarusky die goldene Helfernadel mit Kranz

Dem OV-Miesbach wurde ein kompletter Fernmeldesatz vom LV Bayern überreicht.

Mai / Juni 1971

Mai: Vier Tage waren drei Jagdhunde in einem Dachsbau am Taubenberg gefangen. In einer mühsamen, gefährlichen Rettungsaktion, in der die Dachsgänge zu Höhlen erweitert wurden, fand man die Hundedamen abgemagert und durstig in sechs Meter Tiefe. 25 Helfer des THW Miesbach waren an der Aktion beteiligt.

 

Juni: In die weltweite Hilfe, für das indische Choleragebiet, wurde nun auch das Miesbacher THW mit einbezogen. Aus dem Sanitätslager Miesbach wurden 600 Medikamentenpackungen im Gesamtgewicht von annähernd 300 Zentnern in mehrere THW-Lastwagen verladen und nach Köln-Wahn zum dortigen Bundeswehrflugplatz gefahren.

Januar 1972

Murenabgang im Alpbachtal bei Tegernsee.

Zusammen mit der Tegernseer Feuerwehr versuchte man den Fluss der Mure einzudämmen.

Dipl- Ing. Richard Löffler
Ortsbeauftragter des THW Miesbach von März 1972 bis September 1981

März 1972

Am 14. März fand ein Wechsel an der Spitze des THW Miesbach statt.

Nach 18 Jahren hervorragender Arbeit gab Herr Xaver Kleber das Amt des Ortsbeauftragten ab. Für seine Verdienste wurde er mit der goldenen Helfernadel mit Kranz geehrt.

Als sein Nachfolger wurde Herr Dipl.-Ing. Richard Löffler berufen.

 

An diesem Abend wurde bekannt gegeben, dass der OV-Miesbach zum Ausbau seiner Unterkunft 70.000 DM vom Bund erhält und desweiteren nach der Olympiade ein VW-Bus mit Funkgerät nach Miesbach kommt.

Für die Betreuung der oberbayrischen Seen wird dem THW Miesbach ein Rettungsboot zugedacht.

Gleichzeitig wird der Bereitschaftsdienst für die Autobahnen eingeführt.

September 1973

Zeitungsartikel

Anklicken zum vergrößern

Dezember 1973

Bergung eines Schneepfluges aus dem Spitzingsee.

Beim Schneeräumen zu Sylvester brach der Unimog der Gemeinde auf dem Eis ein und versank.

Aus 12 Meter Tiefe musste das Gefährt geborgen werden.

Gemeinsam mit der Wasserwacht und der Feuerwehr wurde auch diese schwierige Aktion gemeistert.

Juli 1974

Schweres Hagelunwetter über Miesbach. Faustgroße Eisbrocken richten großen Schaden an.

Das THW Miesbach hilft bei der Beseitigung der Schäden und räumt noch Nachts die Staatsstraße frei.

November 1974

In Zusammenarbeit mit dem „Bund Naturschutz“ und der Aktion „Saubere Landschaft“ half auch das THW beim Räumen wilder Müllkippen mit.

Zum Teil fanden sich ganze Autowracks die beseitigt wurden.

Juni 1975

Der 8.Juni 1975 dürfte einer der schwärzesten Tage unseres Landkreises gewesen sein. An diesem Tag geschah das Zugunglück in Warngau.

Zwei Personenzüge rasten frontal ineinander. In dem Gewirr von Blech und Stahl waren 38 Todesopfer und über 60 Verletzte zu beklagen. Das THW Miesbach war mit seinen Helfern drei Tage im Einsatz. Aus dem Einsatzbericht liest es sich wie folgt:

„Die eingesetzten Hilfskräfte des THW-Miesbach waren an der Unfallstelle in der Hauptsache damit beschäftigt, die Notbeleuchtung einzurichten und zu betreiben, die Bergung der Verletzten und Toten mit durchzuführen und erste Aufräumungsarbeiten zu erledigen.“

Für den Erkennungsdienst der Kriminalpolizei musste im Anschluss an das Unglück an zwei Tagen in der Allerheiligen Kirche zu Warngau eine Beleuchtung aufgebaut und betrieben werden. Zeitungsartikel

Anklicken zum vergößern

September 1975

Tag der offenen Tür im THW Miesbach

Die aufgebauten Stege und die Seilbahn machten den Kindern viel Spaß.

Januar 1976

Vier Tage halfen bis zu 25 THW´ler bei der Austragung der Deutschen Rodelmeisterschaft in Schliersee mit.

Hier galt es, den gewaltigen Schneemassen Herr zu werden, Fernsprechleitungen zu legen und Streckenposten zu stellen.

September 1976

Mithilfe bei Verlegung einer Niederspannungsleitung im Spitzingsee.

Auf Bitten der Isar Amper-Werke halfen 16 Männer des THW-Miesbach mit einem Arbeits- und einem Schlauchboot zusammen mit Tauchern der Wasserwacht beim Verlegen einer Stromleitung durch den Spitzingsee. Sieben Stunden dauerte der Einsatz.

Dezember 1976

Stellvertretend für die Helfer der einzelnen Organisationen, die beim Zugunglück in Warngau mitgeholfen hatten, erhielten die Führungskräfte das Bundesverdienstkreuz.

Für das THW Miesbach der Ortsbeauftragte Herr Dipl.-Ing. Richard Löffler.

Oktober 1977

Große Katastrophenschutzübung in Miesbach und Rosenheim.

Von Großbränden in Wäldern und Mooren über Gasverseuchung und Bombenattentate bis zur Kesselexplosion in einer Fabrik sah das „Drehbuch“ fast alles vor, was an Unglücken in der jüngsten Vergangenheit, Schrecken auslösen konnte.

Bei der Katastrophenschutzübung „Almrausch“ in den Landkreisen Miesbach und Rosenheim zeigte ein Heer von Feuerwehrleuten, Ortsverbänden des Technischen Hilfswerks, Kolonnen des Roten Kreuzes und Hundertschaften der Polizei unterstützt von Bundeswehr und Bundesgrenzschutz, geführt von Regierung und Landratsämtern – alles in allem 1200 Mann – wie sie damit fertig wurden.

November 1977

Offizielle Eröffnung der neuen Fußgängerbrücke über die Schlierach, nahe der Badstraße in Miesbach.

In vielen freiwilligen Stunden bauten THW Helfer auf Wunsch der Stadt Miesbach eine neue Brücke.

Die Stadt musste nur das Material bezahlen, der Bürgermeister brachte zur Einweihung aber auch einen Scheck für den Ortsverband mit

Oktober / November 1978

Oktober: Samstag, den 7. Oktober suchten Polizei, Feuerwehr, Rotes Kreuz, THW und die Wasserwacht fieberhaft nach einem vermissten 3 ½ Jährigen Jungen am Mangfallkanal. Am nächsten Tag wurde die Leiche des Buben im Wasser unter einem Baum gefunden.

 

November: Sprengung der Autobahnbrücke bei Wattersdorf. Das THW-Miesbach übernahm die Aufgabe der Absperrung der Sprengstelle sowie die Ausleuchtung der Kreuzungsspinne bei Miesbach. Auch die Kiesgrube bei Großpienzenau wurde zum Ablagern des Gesteinsschutts ausgeleuchtet.

Juli 1979

Ein holländischer Reisebus fuhr mit 44 Passagieren auf der Gefällstrecke am Irschenberg in eine Autokolonne. Dabei fing ein umgestürzter Wohnwagen Feuer, das den Bus und auf vier weitere PKW übergriff. Zum Glück gab es nur Leichtverletzte, da alle Beteiligten rechtzeitig die Fahrzeuge verlassen konnten.

Das THW beteiligte sich bei der Versorgung der Personen und den Aufräumungsarbeiten.