August 1960

Die im Betreuungsgebiet Rosenheim zusammengefassten Ortsverbände des Technischen Hilfswerkes halten am 20. Und 21. August 1960 am Westufer des Chiemsees eine große Gemeinschaftsübung ab.

Gebaut wurde ein bleibender Anlegesteg von 30m Länge.

Geübt wurde: 

  • Fährenbau mit Ponton und Schlauchbooten.
  • Fahren auf dem Wasser mit Zille, Fähre und Sturmbooten.
  • Freileitungsbau, Fernsprechbau, Funkwesen und Zeltbau.

Der OV-Miesbach, der den Funksprechbau durchführte, nahm mit 30Helfern an der Übung teil.

 

Im August 1960 zählte der OV-Miesbach bereits:

  • über 80 Helfer,
  • einen Bergungszug mit 37 Helfern,
  • einen Fernmeldezug,
  • Elektrogruppe „Abteilung Freileitungsbau“,
  • Instandsetzungs-Dienst-Trupp „Rohr, Gas und Wasser“

September 1960

Aufbau des Kinderspielplatzes an der Münchner Straße in Miesbach.

17./18. September: Wiederaufbau einer Brücke für das Oberforstamt Fischbachau in Kloaschau, südlich der Roten Wand, die vom Wildwasser weggerissen wurde. Spannweite ca.14m, Breite 3,80m.

Über diese Brücke wurde das ganze gefällte Holz dieser Gegend abtransportiert.

April 1961

Die Gruppen Elektro, Rohr, Gas und Wasser standen weiterhin bereit, um beim weiteren Ausbau des Miesbacher Kunsteisstadion behilflich zu sein.

Bei der Erweiterung der Rettungsstation der Wasserwacht am Seehamer See halfen Männer des OV-Miesbach mit.

Wegen Platzmangel in der bestehenden Unterkunft sind Vorbereitungen für einen Neubau am Nordgraben bereits im Gang.

Mai 1961

Arbeiten Schwaigeralm

7./8. Und 13./14. Mai. Der OV-Miesbach verlegte mit dem OV-München die Strom- und Fernsprechleitungen (unter Boden) zur Schwaigeralm in der Langenau bei Wildbad Kreuth.

Knapp 1km Länge betrug die Strecke die entlang der Foststraße und durch den reissenden Sagenbach führte.

Wurzeln, Felsbrocken und selbst strömender Regen konnten die Helfer nicht aufhalten.

Geleitet wurde der Einsatz von Herrn Dipl.-Ing. Friedrich Schmidt aus München und Herrn Otto Hofmeister aus Miesbach.

Zusage des THW bei der Stromversorgung der Glashütte vier Wochen lang mitzuarbeiten, damit noch in diesem Sommer der Anschluss ans allgemeine Stromnetz erfolgen kann.

Juni / Juli 1961

Juni: Vier Wochen lang halfen THW´ler bei Verlegearbeiten von Stromleitungen zur Glashütte bei Kreuth mit, damit der Anschluss an das allgemeine Stromnetz im Sommer noch erfolgen konnte.

Juli: Sonntag, 2. Juli, Übung im "Goldenen Tal": Bau eines Notsteges über die Mangfall und Aufbau eines Fernsprechnetzes. Gesamtleitung hatte stellvertretender OB Herr Robert Schmelcher, die Gruppen wurden geführt von Herrn Otto Hofmeister und Herrn Lorenz Meixner.

September 1961

30. September:

Für den Hüttenverein „Buchstein e.V.“ bauten die Miesbacher THW´ler eine Materialseilbahn auf deren Berghütte in 1260m Höhe am Buchstein bei Kreuth.

Der Fundamentbau für die neue THW-Unterkunft am Nordgraben wurde begonnen.

Ehrung Zarusky (Klicken zum vergrößern)

März 1962

Als verdienter Helfer erhält Herr Zarusky die Goldene Helfernadel

v.L.n.R.: GF Döbl, VH Zarusky, OB Kleber

Juni 1962

Seeham - Ein Frühjahrssturm hob das Dach der Unterkunft der Miesbacher Wasserwacht am Seehamer See ab und trug es 50 Meter weit. In solcher Not brachten Helfer den Helfern Hilfe - mit anderen Worten, die Ortsgruppe des Technischen Hilfswerks Miesbach erbot sich, der Wasserwacht bei der gröbsten Wiederaufbauarbeit beizustehen. Im Juni ging man mit vereinter Kraft daran. Im September konnte die neue Wachhütte eingeweiht werden.

Oktober 1962

Beginn des Neubaus der THW-Unterkunft am Nordgraben in Miesbach.

Die alte Baracke vom Eisplatz sollte auf den bereits errichteten Fundamenten aufgestellt werden, aber nach dem Abbau blieb nur der Dachstuhl als verwendungsfähig übrig. Also wurde,  da die Fundamente bereits errichtet waren, ein richtiges Haus aus der Notwendigkeit heraus errichtet.

Mai 1963

Richtfest an der neuen Unterkunft am Nordgraben.

Das ganze Gebäude wurde in Eigenleistung der THW Helfer erbaut.

Anschließend wurde mit den Innenausbauten begonnen.

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August 1963

Vier freiwillige Helfer des OV-Miesbach fuhren in das Erdbebengebiet nach Skopje in Mazedonien.

Bei dem 14-tägigen Einsatz wurden feste Unterkünfte für die betroffene Bevölkerung aufgebaut.

Die Helfer waren:

  • Otto Hofmeister
  • Karl Bergmeier
  • Lorenz Meixner
  • Rudolf Zollner

Februar / März 1964

Februar: Im Rahmen des zivilen Bevölkerungsschutzes erhielt das THW Miesbach für seinen Bergungszug bereits im Februar den dritten Mannschaftswagen. Wenn dann das vierte Fahrzeug im Sommer kommt, ist dieser Zug voll motorisiert.

März: Ganz fertig ist das einstöckige Unterkunftshaus, das auf einer Fläche von 120 Quadratmetern entsteht, noch nicht. Der OV-Miesbach konnte es sich nicht leisten, den Bau einer Firma zu übertragen. Es wurde ausnahmslos in Eigenarbeit erstellt. Der THW Direktor Hr. Zielinski aus Bad Godesberg konnte sich in diesen Tagen vom Fortschritt des Neubaus selbst überzeugen. Mit ihm führte der Miesbacher Ortsbeauftragte Hr. Xaver Kleber auch den THW Landesbeauftragten Hr. Schmidt von München und Geschäftsführer Hr. Döbl von Rosenheim durch den Bau. Zeitungsartikel

Ölunfall Gmund (Anklicken zum vergrößern)

August 1964

Freitag, 7 August,

22000 Liter Heizöl laufen am Bahnhof Gmund aus einem Tankwagen aus.

Samstag/Sonntag 8./9. August,
In pausenlosem Einsatz ist es der Münchner Berufsfeuerwehr in Zusammenarbeit mit dem Technischen Hilfswerk und den Angestellten der Münchner Stadtwerke am Wochenende noch gelungen, zumindest den aller größten Teil der in der Nacht zum Freitag, wie berichtet, aus einem Tankwagen am Gmunder Bahnhof ausgelaufenen 22 000 Liter Heizöl zu vernichten. Der Landkreis und die Stadt München wurden dadurch vor unermesslichem Schaden bewahrt.

22./23. August,

vierzehn Tage später ist die Ölpest immer noch nicht beseitigt. Das Gelände unterhalb des Bahnhofes ist noch mit Öl verseucht. Ölsperren auf dem Wasser sind weiterhin nötig. Abschöpfen des Öls vom Wasser einzig sinnvolle Maßnahme. Kein Abbrennen.

November 1964

Hilfe des THW-Miesbach bei einem Mauereinsturz an der Südflanke des alten Durnederhauses in Miesbach.

Es kam keine Person zu schaden. Das Haus war jedoch abbruchreif. Zeitungsartikel

Juli 1965

Einsatz  bei der Hochwasserkatastrophe in Bayern.

November 1965

Im Rahmen einer kleinen Feier wurde das in Eigenleistung erbaute Heim des THW OV-Miesbach seiner Bestimmung übergeben.

Februar 1966

Schwerer Einsatz in Schaftlach. Der Sturm hatte die Bahnhofswirtschaft abgedeckt und den Dachstuhl teilweise zum Einsturz gebracht.

Juli 1966

Sintflutartige Regenfälle führten zu vielen Überschwemmungen im Landkreis.

Besonders ein Wehrbruch an der Schlierach bei Haidmühl verursachte eine Hochwasserkatastrophe in diesem Stadtteil von Miesbach.

Besonders betroffen war das Gymnasium. Mit gefällten Bäumen wurde das gebrochene Wehr wirksam abgeriegelt.

Der Einsatz dauerte bis drei Uhr Früh und am nächsten Morgen wurde bei den Aufräumarbeiten geholfen. Zeitungsartikel

Februar 1967

Hilfe bei einer Sturmkatastrophe in Neuhaus. Ein Sturm deckte das Blechdach des Café-Sachs ab.

Die THW-Helfer aus Miesbach brachten eine sichere Abdeckung an.

Zeitungsartikel

März 1967

Hilfe bei baulichen Veränderungen im Atomschutzbunker in Neuhaus. Die Erweiterungen der Türen und die Luftabzugskanäle wurden mit der Sauerstofflanze (mit ca. 3000 Grad wird Stein geschmolzen) erweitert. Die Arbeiten wurden in Zusammenarbeit mit dem OV-München erledigt.

Juli 1967

Gewaltige Wolkenbrüche suchten den südlichen Landkreis heim. Feuerwehr und THW verhinderten mit Sandsäcken und mit Hilfe einer Planierraupe, dass die Schlierach bei Haidmühl über das Ufer trat.

Januar 1968

Ölunfall bei der Papierfabrik in „Müller am Baum“, 23.000 Liter schweres Heizöl liefen in den Werkskanal, der in die Mangfall mündet und mit dem Seehammer See verbunden ist. Ölbarrieren und Stege wurden errichtet und das verklumpte Öl vom Land und von Booten aus abgefischt. Zum Teil standen die Helfer im kalten Wasser, um die Umweltverschmutzung zu bekämpfen. In der Nacht hielten die THW´ler bei Scheinwerferlicht die Schleuse unter Kontrolle.

Fünf Tage später forderte das Landratsamt das THW wieder an, um bei der Beseitigung der Folgeschäden am Seehammer See mitzuhelfen. Vier Tage lang kämpften die THW-Helfer aus Rosenheim Traunstein und Miesbach zusammen mit der Feuerwehr bei denkbar Ungünstigen Witterungsverhältnissen, um den See vom Öl zu befreien.

Juni 1969

Bergen eines Unimogs am Bodenschneidhaus.

Beim Wenden ist der Unimog abgestürzt und blieb auf dem Dach liegen. Von Miesbacher THW´lern wurde der Wagen gesichert und in mühevoller Arbeit auf sicheren Boden gebracht.

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November 1969

Nach einem Erdbeben in Banja Luka in Bosnien waren auch drei Helfer vom OV-Miesbach im Einsatz:

  • Lorenz Meixner,
  • Manfred Petermann,
  • Gerhard Krempl.

Während ihres vierwöchigen Aufenthalts bauten sie Holzhäuser für die obdachlos gewordenen Bewohner der Stadt.