Scheinwerfer


Licht im Dunkel


Die Scheinwerfer des THW bringen Licht in dunkle Einsatzstellen.

Wer nachts hilft, braucht Licht. Das THW nutzt mobile Scheinwerfer, um Hilfseinsätze im Dunkeln zu ermöglichen. Wenn an der Einsatzstelle kein Netzstrom zur Verfügung steht, werden die Scheinwerfer mit einem Stromaggregat betrieben.

Die Scheinwerfer funktionieren wie eine gewöhnliche Schreibtischlampe oder die Deckenleuchte im Wohnzimmer. Mit einer Leistung von 1.000 Watt sind die vom THW eingesetzten Halogen-Scheinwerfer allerdings 20 Mal heller. Sogar Strahler, die auf Baustellen verwendet werden, verbrauchen gewöhnlich nur 500 Watt, also halb so viel wie die Scheinwerfer, die das THW einsetzt. Ein Stativ, das sich auf eine Höhe zwischen fünf und acht Metern einstellen lässt, sorgt für den sicheren Halt der Leuchten. Je weiter die drei Füße des Aluminiumgestells auseinander stehen, umso sicherer ist der Halt, aber umso mehr Platz benötigt das Stativ. Alle Einstellungen sind stufenlos regelbar.

Im Scheinwerfer fließen die Elektronen, die den Strom bilden, durch einen dünnen Draht – den so genannten Wolfram-Draht. Bildlich gesehen quetschen sich unzählige Elektronen durch den dünnen Draht. Die dabei entstehende Reibung verursacht Hitze, die wiederum den Draht zum Glühen bringt. Rund um den leuchtenden Draht befindet sich allerdings keine Luft, sondern Gase wie Brom oder Jod. Wäre der Draht von Sauerstoff umgeben würde er oxidieren, also verrosten.

Außerhalb von Rettungseinsätzen nutzt das THW die Scheinwerfer beispielsweise im Auftrag von Polizei oder Zoll: Wenn nächtliche Verkehrskontrollen anstehen, ist es oft das THW, das die Kontrollpunkte ausleuchtet.

Powermoon©

Der elektrische Mond

"Dunkel wars, der Mond schien helle" heißt es in einem bekannten Kinderreim. Das gilt auch für die zahlreichen Nachteinsätze des THW. Zwar besitzen die Einsatzkräfte nicht die Macht über den Erdtrabanten, doch nutzen sie bei ihren Einsätzen in der Dunkelheit einen mondähnlichen Scheinwerfer.

Dieser „THW-Mond“ ist eigentlich ein Leuchtballon und schwebt während eines Einsatzes über dem Ort des Geschehens. Der Powermoon© ist auf einem Stativ angebracht, das bei Bedarf bis auf eine Höhe von fünf Metern ausgefahren wird. Im Inneren des Ballons befindet sich ein Drahtgestell, das wie ein Regenschirm aufgespannt ist und dem Ballon seine Form gibt.

Die Ballonhülle ist bei allen Leuchtballons gleich. Sie besteht aus einem weißen, lichtzerstreuenden Stoff. Die obere Ballonkuppe besteht aus einer Aluminiumschicht, die das Licht in Richtung des Bodens reflektiert. Durch die besondere Hülleneigenschaft entsteht ein gleichmäßiges und nicht blendendes Licht, welches Tageslichtverhältnissen ähnelt.

Für das Licht sorgen bis zu vier 1.000 Watt Halogen-Metalldampflampen (auch HQI-Lampe genannt). Diese haben soviel Power wie 100 normale Energiesparlampen. In der Lampe befinden sich zwei Elektroden, dazwischen ein mit Gas gefülltes isolierendes Röhrchen. Wird nun Strom zugeschaltet, zündet ein heller Lichtbogen zwischen den Elektroden, dessen Leuchtkraft noch durch das Gas verstärkt wird. Halogen-Metalldampflampen müssen wie alle Gasentladungslampen mit einem Vorschaltgerät betrieben werden. Dieses begrenzt nach der Zündung des Lichtbogens den Strom auf einen konstanten Wert. Würde der Entladungsstrom weiter ansteigen, ginge die Lampe kaputt.